Monarchenhügel

Über uns

Ein Interview mit Sylke Arnold



Foto: Claudia Hoppe

 

Seit wann züchtet Ihr?

Am 08.08.2013 hatten wir 26 jähriges Zwingerjubiläum. Das sind heute 26 Jahre her als im Zwinger vom Monarchenhügel der erste Wurf fiel. Greyhounds sind jedoch schon seit 1980 bei uns Zuhause.

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Welche Anpaarungen bis heute ?

Die Stammhündin war Molly el Batyr, für uns das Idealbild von Schönheit und Leistung. Sie errang zu damaligen DDR-Zeiten dreimal hintereinander den für Rennleute begehrtesten Titel, 'Rennsieger der sozialistischen Staaten'. Außerdem wurde diese Hündin auf Ausstellungen zum Multichampion gekürt.
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Würfe 1987-2013

A
(1987)

Grizzly v. Märchenland x Molly El Batyr
B
(1989)

Zambi Swift x Bijou vom Leutzsch
C
(1989)

Jody Sunset x Molly El Batyr
D
(1990)

Ballytegan x Amanda vom Monarchenhügel
F
(1991)

Ballytegan x Amanda vom Monarchenhügel
G
(1994)

Jonny o.t.Quick Hunters x Doris Day vom Monarchenhügel
H
(1996)

Living Split of Lady Bells Home x Hasty End
I
(1998)

Flac the Fawn x Hasty End
J
(2000)

Texas Flowers Alwin x Hera vom Monarchenhügel
K
(2002)

Arthurs Hero x Hera vom Monarchenhügel
L
(2003)

Couch Trip x Hillary vom Monarchenhügel
M
(2004)

Couch Trip x Hillary vom Monarchenhügel
N
(2005)

Ikarus vom Monarchenhügel x Senspiration
O
(2005)

Ikarus vom Monarchenhügel x Aussie Kangaruby
P
(2007)

Karl vom Monarchenhügel x Senspiration
Q
(2007)

Karl vom Monarchenhügel x Astounding
R
(2008)

Tee Gee Special x Kassiopeia vom Monarchenhügel
S
(2008)

Karl vom Monarchenhügel x Senspiration
T
(2009)

Xerxes vom Märchenland x Astounding
U
(2010)

Orson vom Monarchenhügel x Penelope vom Monarchenhügel
V
(2012)

Orson vom Monarchenhügel x Questa vom Monarchenhügel
W
(2013)

Oran Leader x Nelly vom Monarchenhügel



 

Weshalb ist der H-Wurf so erfolgreich ?

Wie vielen noch bekannt sein müsste, war Living Split eher ein Steher auf der 480 Meter Distanz. Seine läuferischen Qualitäten zeigte er erst Eingangs der Gegengeraden wo er seinen Turbo einschaltete. Mit dem Start hatte er immer so seine Probleme.
Die aus Irland importierte Hündin Hasty End (noch eine I'm Slippy-Tochter), verfügte in ihrer aktiven Rennzeit in Belfast (Oaks Park und Lifford) über hervorragende Sprinterqualitäten. Über diese Verpaarung sollten Hunde hervorkommen, welche über gute Sprinteigenschaften und bei unserem Zweilaufsystem Durchhaltevermögen entwickeln. Dies ist uns, wie sich nun bestätigt hat, gelungen.

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Weshalb keine Wiederholungsverpaarung sondern Alwin ?

Alwin hat ebenso wie Living Split eine außergewöhnlich hohe Grundschnelligkeit, verbunden mit enormer Leistungsbereitschaft und außergewöhnlichem Durchhaltevermögen. Die Wiederholungsverpaarung wird mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
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Was haltet Ihr von dem Gerücht, dass bei schnellen Hunden verbotene Substanzen im Spiel sind, gerade jetzt auch beim H-Wurf?

Wir sind davon überzeugt, dass Leute die solche Gerüchte verbreiten offenbar nicht wissen, was Doping bedeutet, bzw. sich nicht ernsthaft mit diesem Thema beschäftigt haben. Leistungsfördernde Substanzen haben immer gefährliche Nebenwirkungen und einer solchen Gefahr setzt kein verantwortungsbewusster Züchter bzw. „Rennfachmann“ seinen Hunde aus! Living Split stellte im September in Landstuhl mit knapp sechs Jahren seinen eigenen Bahnrekord ein.
- 370 Meter 26.10.97; 23,08 Sekunden
13.09.98; 22,67 Sekunden
Ein Rennhund der mit Dopingsubstanzen behandelt wurde oder wird, bringt über längere Zeit keine konstanten Leistungen!
Zum Bundessiegerrennen ´98 unterzogen sich, wie vielen bekannt, drei Hunde aus dem H-Wurf der Dopingkontrolle. Alle drei waren negativ.

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Es heißt, dass die Züchter immer die besten Hunde selbst behalten. Wie ist das bei Euch?

Selbst als Züchter kann man einen acht bis 12 Wochen alten Welpen nicht beurteilen ob er einmal Bahnrekordhalter oder Weltrennsieger wird! Wir haben bis auf zwei Ausnahmen, (im B-Wurf fiel eine fast weiße Hündin, für uns damals selten und im H-Wurf der Rüde Hulk Hogan) alle Hunde, die übrig waren im Zwinger behalten.
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Auf was legt Ihr Wert bei der Aufzucht?

Die absolute Freiheit und Sozialisierung ist das wichtigste, was ein Welpe für seine spätere Entwicklung zum Rennhund benötigt. Ein gutes und dem jeweiligen Alter entsprechendes Futter ist ebenso wichtig. Mit ca. vier Wochen ziehen die Mutter und Welpen aus dem „Menschenhaus“ um ins „Welpenhaus“. Nach der Eingewöhnung sind alle Welpen von morgens bis zum Abend nach der letzten Fütterung, mit allen erwachsenen Tieren im „Rudel“ zusammen. Die jungen Hunde lernen es, sich in ein sozial stabiles Gefüge einzuordnen. Wir persönlich lehnen es ab die Welpen von den erwachsenen Tieren zu trennen. Jeder junge Hund lernt sich gegenüber alten Tieren dem Leitrüden und der Alpha-Hündin unterzuordnen. Unser Hundegarten umfasst ca. 400 qm mit drei separat verschließbaren Zwingern, wo die Hunde auch die Möglichkeit haben, sich aus dem Weg zu gehen. Außerdem sind wir in der glücklichen Lage ein parkähnliches, umzäuntes Gelände von 1,5 ha zu besitzen, wo unsere Hunde, so auch die Welpen, regelmäßig Auslauf haben und lernen ihren Körper zu beherrschen.
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Auf was legt Ihr Wert beim Training?

Wie schon erwähnt, ist für uns der Freilauf ein ganz wichtiger Aspekt, um wie man so sagt, Körper und Seele zu kräftigen.
Im Frühjahr wird mehr Augenmerk auf Kondition gelegt (Fahrradtraining), was Stück für Stück gesteigert wird. In der Saison zwischen den Rennen zum Konditionserhalt leichtes Fahrradtraining, wichtiger sind dann aber für uns Sprints auf der Sandgeraden.

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Wie oft trainiert Ihr, ab welchem Alter?

Sobald unsere Hunde die Lizenz absolviert haben trainieren wir überhaupt nicht mehr auf der Bahn abgesehen von den Sprints auf der Sandgeraden. Für uns ist wichtig, dass die Rennhunde das Drum und Dran eines Rennens (die Hektik, Lautsprecher, viele fremde Hunde ...) begreifen. Sie müssen vom ersten Rennen an lernen, sich in Sechserfeldern zu behaupten und durchzusetzen. Nach fünf bis sieben Rennen Erfahrung sammeln und Lehrgeld bezahlen schauen wir dann etwas genauer auf die Platzierung im Finale.
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Eure ersten bzw. schönsten Erfolge ?

Unsere ersten großen Erfolge hatten wir, wie schon am Anfang erwähnt, mit der Hündin Molly el Batyr. Ganz lapidar, - sie ging zur Ausstellung und gewann und ging zum Rennen und gewann. - Der schönste Erfolg war Danny (Living Split). Er ist für uns das schönste Geschenk, welches der Windhundgott auf Umwegen zu uns gebracht hat. Er wurde 1995 Bundesrennsieger, lief zur Europameisterschaft 1995 in Hildesheim Bahnrekord in 28,34 Sec., war Sieger der Greyhoundjahresausstellung 1996 und wurde 1996 Vize-Weltrennsieger.
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Der Ursprung des Greyhound-Zwinger's vom Monarchenhügel geht auf diese beiden Hunden zurück:

Molly el Batyr ist die Stammhündin des Monarchenhügel Zwingers, sie war für uns das Idealbild von Schönheit und Leistung. Sie errang zu damaligen DDR-Zeiten dreimal hintereinander den für Rennleute begehrtesten Titel, 'Rennsieger der sozialistischen Staaten'. Außerdem wurde diese Hündin auf Ausstellungen zum Multichampion gekürt.
Molly ist die Mutter des A-, C-, D-Wurfs, mit unterschiedlichen Vätern. In der Mutterlinie von Molly findet man Hunde vom Birknershof und of Chelsea. Bei der Vaterlinie sind vor allem vom Black River zu finden.

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   Molly El Batyr                           Grizzly vom Märchenland

 

Bei Grizzly vom Märchenland sind in der Vaterlinie Hunde zu finden wie: Francis vom Pellerschloß, Kissing Fellow, Firebird's Nicole, Spalowil's Ambassador und Scandal's Me.
Auch in der Mutterlinie sind sehr bekannte Hunde zu finden: Blanche Wittiko Bohemia wo wiederum Oranje-Hunde und Spy Work verzeichnet sind.